Der Pinselduktus von Van Gogh

Im Kunstunterricht der 7. Klassen wurden Hauptwerke von Vincent van Gogh besprochen. Verschiedene Selbstporträts des Künstlers, „Sternennacht“ oder „Caféterrasse am Abend“ wurden betrachtet. Parallel dazu wurde von den Schülerinnen und Schülern selbst anhand des Bildes „Der Maler auf dem Weg nach Tarascon“ sein typischer Pinselduktus erprobt.

Dieses Kunstwerk nimmt eine zentrale Stellung im Werk des Künstlers ein. 1888 reist Van Gogh nach Südfrankreich in die Gegend von Arles, um dort einen neuen Kunststil zu schaffen. Er zieht jeden Tag mit seiner Staffelei auf die Felder und malt sich selbst in der glühenden Mittagshitze. Das fast quadratische Bild hat eine klare Komposition. Der Vordergrund nimmt samt Straße die Hälfte des Bildes ein. Die Diagonale zwischen gelbem Weizenfeld und grüner Wiese führt in den Hintergrund, wo eine blaue Horizontlinie die Felder abgrenzt und noch ein Drittel für den Himmel übrig lässt. Die beiden Bäume umrahmen den Maler, der einen kurzen dunklen Schatten auf das Feld wirft. Interessant sind die vielfärbigen, reliefartigen Pinselstriche, die den Boden durchziehen.

All diese Details wurden den Schülerinnen und Schülern beim Zeichnen und Malen erst richtig bewusst. Gearbeitet wurde mit Ölkreide, Deckfarbe und Gouache. Die aktive Auseinandersetzung machte Spaß und das Bild wird sicher in Erinnerung bleiben.

Mag.a Edith Swoboda